Die Bewohner deiner Kopf-WG.

Die zentrale Metapher des Buches: Dein Geist ist eine chaotische WG mit ganz unterschiedlichen Bewohnern, von denen jeder für eine Hirnregion steht. Sie tauchen in fast allen Kapiteln auf. Lerne sie hier kennen, dann verstehst du, wer in deinem Kopf eigentlich mitredet.

Die WG-Bewohner.

Die festen Mieter deiner Kopf-WG. Diese zehn wohnen dauerhaft bei dir und bestimmen, wie du denkst, fühlst und reagierst.

  • Kevin, der WG-Manager mit To-do-Klemmbrett und Kaffeetasse

    Präfrontaler Cortex

    Kevin

    Der gestresste WG-Manager

    BWL-Student im Master und selbsternannter WG-Manager. Dauerhaft überarbeitet, aber bemüht ordentlich: farbcodierte Excel-Putzpläne, ein Klemmbrett voller To-do-Listen, Kaffee in Reichweite. Der Organisator, der versucht, den ganzen Laden zusammenzuhalten.

  • Maximilian im Anzughemd, das selbstverliebte Ego

    Medialer präfrontaler Cortex · das Ego

    Maximilian

    Der Diktator im Anzughemd

    Wirtschaftsrecht an einer privaten Elite-Uni, selbstverliebt und arrogant, trägt das gebügelte Anzughemd auch zu Hause. Auf seiner Tasse prangt sein eigenes Foto mit „Success is not an accident", im Hintergrund flackern Aktienkurse. Der selbsternannte CEO der WG.

  • Lisa mit Notizbuch, die nachdenkliche Selbstreflektiererin

    Metakognition · Selbstreflexion

    Lisa

    Die ewige Selbstreflektiererin

    Psychologiestudentin im vierten Semester, ruhig und tief nachdenklich. Mit Notizbüchlein und Stift analysiert sie unentwegt alles, eine Tasse Kaffee dabei. Ihr Blick fragt immer: „Und wie fühlt sich das für dich an?"

  • Torsten in Alarmbereitschaft, der ängstliche Wächter

    Amygdala

    Torsten

    Der Steinzeit-Wächter

    Jurastudent im zweiten Semester, ängstlich und paranoid, ständig in Alarmbereitschaft. Angespannte Haltung, weit aufgerissene Augen, das Pfefferspray griffbereit. Wittert hinter jeder Kleinigkeit sofort eine Gefahr.

  • Ralf mit Büchern und vergilbtem Zettel, der Archivar

    Hippocampus

    Ralf

    Der Archivar

    Ewiger Geschichtsstudent im fünfzehnten Semester, wohnt am längsten in der WG. Ein liebenswerter Messi zwischen Bergen aus Büchern, Notizzetteln und Schubladen mit kryptischen Beschriftungen, einen vergilbten Zettel in der Hand.

  • Mehmet im Serverraum mit Monitoren, der Tech-Nerd

    Thalamus

    Mehmet

    Der Türsteher der Datenströme

    Informatik- und Netzwerktechnik-Student, der Tech-Nerd der WG. Sein winziges Zimmer ist ein Serverraum: Kabel, blinkende Router, drei Monitore, auf einem rieseln Matrix-grüne Zeichen. Er filtert, was überhaupt bei dir ankommt.

  • Der Zocker mit Controller und Kopfhörern im abgedunkelten Zimmer

    Nucleus accumbens · Belohnungssystem

    Der Zocker

    Der Dopamin-Junkie

    Junger Gamer im abgedunkelten Zimmer, das einzige Licht kommt vom Monitor. Controller in der Hand, Kopfhörer auf, süchtiger Blick auf den Bildschirm. Jagt den nächsten Highscore und den nächsten Dopamin-Kick.

  • Thinky mit Megafon und Headset, das Grübelmonster als Moderator

    Default Mode Network

    Thinky

    Das Grübelmonster

    Der Oberdenker und die innere Stimme der WG. Er sammelt die Beiträge aller anderen ein und präsentiert sie dir als deine eigenen Gedanken, vom Moderatorenpult mit Megafon, immer auf voller Lautstärke.

  • Der Typ auf der Couch mit Fernbedienung, tiefenentspannt

    Stammhirn

    Der Typ auf der Couch

    Der tiefenentspannte Urbewohner

    Der älteste und trägste Bewohner, war schon da, bevor die anderen einzogen. Liegt mit der Fernbedienung auf der Couch, halb am Wegdösen, bewegt sich nur in Zeitlupe. Kümmert sich im Hintergrund um Atmung und Herzschlag.

  • Sleepy, der sanfte innere Sandmann

    Zirbeldrüse · Hypothalamus

    Sleepy

    Der sanfte Einschlaf-Assistent

    Der innere Sandmann, ruhig und friedlich, fast wie ein Zen-Mönch, der leise durch die WG schwebt. Schläfriger, sanfter Ausdruck, ein Melatonin-Spray oder ein Kissen dabei. Kommt erst in Teil 3 dazu.

Die ungebetenen Gäste.

Diese Figuren haben nie gefragt, ob sie bleiben dürfen, und sind doch eine der wahren Quellen deines mentalen Chaos.

  • Die Backpacker mit schweren Rucksäcken voller Glaubenssätze

    Glaubenssätze

    Die Backpacker

    Deine mitgeschleppten Überzeugungen

    Kamen irgendwann mal „nur für eine Nacht" vorbei und sind einfach geblieben. Schleppen riesige Rucksäcke mit sich herum, vollgepackt mit alten Überzeugungen wie „Das schaffst du nie" oder „So ist das eben". Sie machen es sich bequem und reden dir ein, ihre Sachen gehören hierher.

  • Die Hausverwaltung mit der alten Hausordnung in der Hand

    Glaubenssystem · innere Wahrheiten

    Die Hausverwaltung

    Die manipulative Verwalterin

    Steht unangekündigt und ohne anzuklopfen mitten im Wohnzimmer, als gehöre ihr der Laden. In der Hand ein vergilbtes Blatt mit der uralten „Hausordnung", auf das sie mahnend tippt.

  • Der Hausmeister mit Lesebrille und Klemmbrett, der innere Richter

    Der innere Richter

    Der Hausmeister

    Der Fehler-Erwischer

    Verschmierte Lesebrille, Klemmbrett unterm Arm, die Haltung von jemandem, der nur dafür lebt, andere beim Fehlermachen zu erwischen. Argwöhnischer, kontrollierender Blick, führt eine imaginäre Strichliste.

  • Die Nachbarn und die Familie, die ständig klingeln und reinreden

    Gesellschaftliche Normen · Erwartungen

    Die Nachbarn und die Familie

    Die Stimmen von draußen

    Wohnen nicht in der WG, klingeln aber ständig an der Tür und reden ungefragt rein. Haben sehr genaue Vorstellungen davon, wie es bei dir auszusehen hat, was du beruflich machen solltest und wann es „mal Zeit wird". Ihre Meinung lassen sie wie beiläufige Ratschläge klingen.

  • Prediger - Pater Ignatius mit einem dicken Buch unter dem Arm

    Religion · Weltanschauung

    Prediger - Pater Ignatius

    Die Stimme von Schuld und Scham

    Trägt immer ein dickes Buch unterm Arm, in dem angeblich alle Antworten stehen. Mahnender, urteilender Ausdruck mit einer sehr klaren Vorstellung von Gut und Böse. Arbeitet mit Schuld und Scham.

  • Die kranken Katzen, emotionale Pflegefälle die Energie rauben

    Emotionale Aufopferung

    Die kranken Katzen

    Deine emotionalen Pflegefälle

    Streunende Katzen, die irgendwann vor der Tür standen und aus Mitleid aufgenommen wurden. Ständig krank, ständig bedürftig, kosten dich alle Energie. Du fütterst sie, pflegst sie, opferst dich auf. Sie gehen nie, und du traust dich nicht, sie rauszusetzen.

Viele mehr davon findest du in meinem Buch.

Im Buch ziehst du selbst in die WG ein, lernst jeden Bewohner kennen und nimmst Thinky die Fernbedienung wieder ab.